Eine Reise wert: Das Freilichtmuseum in Detmold
Etwa 200.000 Menschen kommen jĂ€hrlich nach Detmold, um das hiesige Freilichtmuseum zu besichtigen. Mit ĂŒber 100 historischen GebĂ€uden auf einer FlĂ€che von 90 Hektar zĂ€hlt es zu den gröĂten Freilichtmuseen in Deutschland. Das Museum zeigt das bĂ€uerliche Leben seit etwa 1550 und den Wandel der historischen Kulturlandschaft bis heute. Dabei finden verschiedene Siedlungsformen BerĂŒcksichtigung. Von groĂen Einzelhöfen samt GĂ€rten, Wiesen, Weiden und Ăckern, ĂŒber Gruppen von mehreren Höfen bis hin zu Dorfanlagen, die stellvertretend das Leben im Paderborner- und Sauerland zeigen. Dabei erhĂ€lt zunehmend auch die Gegenwart Einzug in das Freilichtmuseum. Seit einigen Jahren ist im „SiegerlĂ€nder Weiler“ eine Tankstelle aus den 1960er Jahren zu sehen.
Neben den GebĂ€uden und GegenstĂ€nden, die das damalige Leben widerspiegeln werden im Museum auch alte Pflanzenarten und Tierrassen gezeigt. Durch das Freilichtmuseum haben westfĂ€lische Haustierrassen wie die Lippegans oder das Bentheimer Landschaf ĂŒberlebt. AuĂerdem werden im Freilichtmuseum auch Senner Pferde gezĂŒchtet. Eine besondere Empfehlung unseres Service-Technikers ist ein Besuch der Backstube „Witte“ im Haus Finkeldei-Arnecke im Paderborner Dorf. Hier werden tĂ€glich frische Backwaren unter historischen Bedingungen hergestellt und vor allem die Zimtschnecken sind sehr zu empfehlen đ
Barrierefreiheit im Freilichtmuseum Detmold

Das GelĂ€nde des Freilichtmuseums ist sehr weitlĂ€ufig, der FuĂweg quer durch das Museum dauert etwa eine halbe Stunde. Alternativ besteht die Möglichkeit, gegen eine geringe GebĂŒhr mit dem Pferdewagen durch das Museum zu fahren.
Menschen mit BewegungseinschrĂ€nkungen dĂŒrfen mit dem eigenen Fahrzeug auf dem Wirtschaftsweg am Rande des MuseumsgelĂ€ndes bis zu den StellplĂ€tzen fĂŒr Rollstuhlfahrer in der NĂ€he des Paderborner Dorfes fahren. Von dort aus sind das Paderborner Dorf, der SiegerlĂ€nder Weiler und das SauerlĂ€nder Dorf auch mit dem Rollstuhl erreichbar.
Einige der historischen GebĂ€ude sind allerdings eine Herausforderung fĂŒr Rollstuhl- oder Rollator-Nutzer, insbesondere wenn man ohne Begleitperson unterwegs ist: Die Böden sind teilweise holprig, die TĂŒren eng und manche RĂ€ume nur ĂŒber einen Treppenabsatz einsehbar. Es ist ein schmaler Grat zwischen der Barrierefreiheit und dem historischem Flair in einem solchen Museum. Einige GebĂ€ude wie beispielsweise die beiden WindmĂŒhlen können nur ĂŒber eine steile Treppe besichtigt werden. FĂŒr blinde und sehbehinderte GĂ€ste gibt es eigene FĂŒhrungen.
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Ausstellung „Der Erste Weltkrieg in privaten Fotografien“
Im „Haus Schwenger“ aus Rheda befindet sich neben dem historischen Laden fĂŒr Manufaktur- und Kolonialwaren „Carl Samson“ auch das historische „Fotoatelier Kuper“ von 1891 aus Rietberg. In Fotoateliers wie diesem wurden zu Beginn des 20 Jahrhunderts Abschiedsfotos erstellt, die die Soldaten mit in den ersten Weltkrieg nahmen. Die Ausstellung „Der 1. Weltkrieg in privaten Fotografien“ im Obergeschoss des Haus Schwengers zeigt solche Aufnahmen ebenso wie Bilder, die die Soldaten von der Front nach Hause schickten. Die Ausstellung ist dank eines Plattform-SchrĂ€gaufzugs mit integriertem Sitz auch fĂŒr Menschen mit BewegungseinschrĂ€nkungen barrierefrei erreichbar.
Die Ăffnungszeiten sind von Anfang April bis Ende Oktober tĂ€glich auĂer montags von 9 Uhr bis 18 Uhr (Einlass bis 17 Uhr), auch an Feiertagen. Der Eintritt kostet fĂŒr Erwachsene 7 Euro. TrĂ€ger des Museums ist der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), weitere Informationen zum Museum finden Sie auf der Internetseite des LWL.
Vielen Dank an unseren Service-Techniker Ralph fĂŒr die Bilder, die nĂ€chsten Zimtschnecken gehen auf uns  đ